Mondkreisläufer

Halter Jürg

Mondkreisläufer

Der gesunde Menschenversand, 2017
Hardcover, 80 Seiten
978-3-03853-056-5

25,00 CHF

Jürg Halter hat „Mondkreisläufer“ ursprünglich als Theaterstück geschrieben. Dieses feierte 2016 am Konzert Theater Bern unter der Regie von Schauspieldirektor Cihan Inan erfolgreich Uraufführung. Es folgten zahlreiche ausverkaufte Vorstellungen, begeisterte Kritiken und die Einladung zu den Autorentheatertagen Berlin 2017, einem der wichtigsten Festivals für zeitgenössische deutschsprachige Dramatik.

Jetzt hat Halter den Theatertext weiterentwickelt und in einen schillernden Prosatext verwandelt. Im Grenzgebiet zwischen Vernunft und Wahnsinn setzt Halter einen namenlosen Protagonisten aus und schickt ihn auf die Suche nach einer ersehnten Mutter, die sich auf dem Mond befinden soll. Dabei drängt er den Leser, dem unablässig Sprechenden zu folgen und mit ihm und anderen eine neue Gemeinschaft zu begründen.

Spricht dieser Protagonist, dieser Anti-Held, wenn er den Sinn und die Besinnungslosigkeit des Lebens und den Skandal des Todes befragt und durchleidet, in Zungen? Kommt dieser nihilistische Märtyrer am Ende auf dem Mond oder in einer Psychiatrischen Klinik wieder zu sich? Und findet er seine Mutter? Oder geht die Heimsuchung gar unendlich weiter?

„Mondkreisläufer“ ist ein aussergewöhnliches Sprachkunstwerk und eine bitterernste Groteske.



Halter Jürg

Geboren 1980 in Bern, wo er meistens lebt. Studium der Bildenden Künste an der Hochschule der Künste Bern. Halter ist Schriftsteller, Musiker und Performancekünstler. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation und zählt zu den Pionieren der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Szene. Zahlreiche Buch- und CD-Veröffentlichungen. Auftritte in Europa, Afrika, den USA, Russland und Japan.


www.juerghalter.com

Presse

SRF2 Kultur, 4. Dezember 2017

Jürg Halter arbeitet mit der Sprache, philosophiert, jongliert. (…) Wer es mag, mit Fragen wachgeschüttelt zu werden, sich auf eine Reise zu begeben, die mit Perspektivenwechsel spielt, findet im diesem Buch einen guten Reisebegleiter.

NZZ, 3. Januar 2018

Der Mondkreisläufer in Halters gleichnamigem Prosatext ist existenziell verloren, ortlos, zeitlos. Ob er in einem Raumschiff den Mond umkreist oder in der psychiatrischen Klinik den Verstand verliert, wir wissen es nicht. Der Text ist fliessend, lunatisch, „ein weisses Rauschen“.

Stuttgarter Zeitung, 25. Januar 2018

In „Mondkreisläufer“ werden Ratschläge der Lebenshilfe- und Karriere-Ratgeber raffiniert als groteske Leerformeln entlarvt.

Züritipp, 2. November 2017

„Mondkreisläufer“ ist ein so poetischer wie bitter-grotesker Text (…) und man kann sich gut in seiner poetischen Dichte verlieren.

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