Hotel der Zuversicht

Michael Fehr

Hotel der Zuversicht

Der gesunde Menschenversand, 2022

Hardcover, 192 Seiten
978-3-03853-120-3

29,00 CHF

Ein einfacher Mann geht die Strasse entlang, kommt an einem Hotel vorbei und wird vom Pagen auf einem verworren gemusterten Teppich in ein ausserordentliches Zimmer geflogen: Willkommen im “Hotel der Zuversicht”! Hier treten sie alle auf, die Geschäftsmänner und Wissenschaftler, die Erfinderinnen, Privatdetektive und Spioninnen, der Modeschöpfer und die Gräfin, Schulkinder, Tanten und Verlobte, Hunde und Katzen, die Gutsherren, Räuber und Polizisten, der Seiltänzer, die Sängerin und die Rezeptionistin.
Mit kräftigen und bildhaften Strichen skizziert Michael Fehr seine Figuren und Szenen und lädt die Leser:innen in eine Welt ein, in der andere Regeln gelten. Ob als traumhafte und magische Geschehnisse oder in beziehungsreichen Konflikten – immer beleuchten die 48 Erzählungen existenzielle Zustände des Menschseins.



Michael Fehr

Erzähler, geboren 1982, aufgewachsen in Muri bei Bern. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut und am Y Institut der Hochschule der Künste Bern. Fehr tritt auf als Redner, spielt Konzerte mit seinen eigenen Programmen und in Kollaborationen, wirkt mit in Theaterstücken und Filmen und gibt Workshops. Zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem der Kelag-Preis am Ingeborg-Bachmann-Preis für den Roman "Simeliberg".

Bild: Franco Tettamanti


www.michaelfehr.ch

Presse

Die Zeit, 5. Mai 2022

Man darf den Titel durchaus ernst nehmen: «Hotel der Zuversicht» ist ein Buch der Überlebenskunst, eine Porträtsammlung von Menschen, die einfach weitermachen.

Der Bund, 25. April 2022

In Michael Fehrs Texten blüht den Protagonisten immer etwas. Märchenhaft-abgründig sind sie, wobei die Sprache für Fehr zum Reden gemacht ist. Die Schrift dient lediglich als Konserve. Man kann, ja, man sollte diese Texte auch laut lesen, um den Sog seiner Sprachskulpturen fast körperlich mitzuerleben. (…) Raffiniert arbeitet Michael Fehr auch in seinem neuen Buch mit den Stilmitteln der Repetition und Variation, streut gezielt Phrasen und Helvetismen ein.

Aargauer Zeitung, Luzerner Zeitung etc., 13. April 2022

Die unter dem Titel «Hotel der Zuversicht» publizierten 188 Prosatexte zeugen erneut von der eigenwillig-eigenständigen Erzählweise und der originellen Erfindungsgabe, die schon die Erzählung «Simeliberg» (2014) und die Textsammlung «Glanz und Schatten» (2017) kennzeichneten. Sie erweitern das Spektrum aber um eine Skurrilität, die das Ganze in ein surreales Licht taucht.

Kulturtipp, 2. Mai 2022

Michael Fehr im Interview mit Babina Cathomen:

«Ich will in meinen Geschichten nicht psychologisieren, das halte ich für einen grossen Irrtum. Meine Figuren sind Charaktere, sie sind nicht Menschen wie wir. Sie stehen für einzelne Empfindungen oder eben einzelne Farben – nicht für die volle Komplexität einer lebendigen Persönlichkeit. Sie werden aufeinander losgelassen, und man schaut, ob etwas Destruktives oder Prosperierendes dabei herauskommt. Mit meinen Fantasiebildern will ich zum progressiven Denken anregen.»