Mein erstes Buch schreib ich gleich selbst

Semi Eschmamp

Mein erstes Buch schreib ich gleich selbst

Der gesunde Menschenversand, 2017
Hardcover, 128 Seiten
978-3-03853-038-1

25,00 CHF

Semi Eschmamp  zeichnet staunend auf, was um ihn herum an Verwunderlichem passiert. Und das ist allerhand: Mal verschläft sein Wecker oder entpuppt sich als richtiger Hahn auf dem Nachttisch, mal hält ihn im Bett ein Kollektiv aus 250 000 Bazillen in Schach. Fliegen verirren sich in Sprechblasen, sein neuer Telefonapparat ruft ihn gleich selber an oder das Bett liegt in Eschmamp und nicht er in ihm. Statt auf den Bahamas liegt er dank Billigferien im Styropor-Sand auf den Rabamas.

Eschmamps alltäglicher Kosmos bevölkern nur wenige Dinge, Personen und Tiere: Das Bett, der Kaffee, der Wecker, die Zeitung. Der Vogel, der Hirsch, die Huhnde (sic!). Der Onkel Ferdinand, der zu Besuch gleich seine ganze Wohnungseinrichtung mitbringt. Und immer wieder der Grossvater, der Eschmamps Selbstverständnis als Zeichner von nicht existierenden Dingen anzweifelt.

Mit herrlich gekritzelten Zeichnungen und funkelnden Prosaminiaturen gelingt Eschmamp – ganz in der Tradition von Daniil Charms – eine poetische Verzauberung des Alltäglichen.

Mit einem Vorwort von Jürg Halter (Herausgeber).



Semi Eschmamp

Aufgewachsen in Zürich, lebt seit einigen Jahren in Berlin. Studium der Darstellenden Kunst an der Hochschule für Musik und Theater Bern. Arbeitet als Schauspieler im Theater-, Film-/Synchronbereich. Als Zeichner und Büchermacher widmet er sich in der Tradition des Cartoons mit fantasievollem Humor der Absurdität und den Abgründen des Lebens in kleinen, scharf beobachteten Szenen.

Presse

041 – Das Kulturmagazin, 1. April 2017

Eschmamp entwirft mit Humor und Sarkasmus gespickte, aquarellartige und wild fluoreszierende Sprachcollagen, die vor Lebendigkeit sprühen, ergänzt durch munter-witzige Skizzen und Zeichnungen.

Luzerner Zeitung, 25. März 2017

Das Büchlein, eine Mischung aus hingeworfenen Gedanken und Tischserviettenzeichnungen, erzählt von Hirschen mit Antennengeweihen, die mit dem Gegenüber keine Wellenlänge finden, von Stiftverkäufern, die mit schwarzer Tinte ihre Stimmbänder ölen, und Fährten, die sich aus dem Staub machen.