Geister sind auch nur Menschen

Katja Brunner

Geister sind auch nur Menschen

Sprechtexte
edition spoken script 41
Der gesunde Menschenversand, 2021
Klappenbroschur, 208 Seiten
978-3-03853-119-7

27,00 CHF



Dank ihrer sprachlichen Wucht und analytischen Schärfe ist Katja Brunner eine viel gespielte, unvergleichliche Stimme in der Theaterwelt. Kraftvoll lässt sie diejenigen ihre Stimme erheben, die vergessen gehen und an den Rand gedrängt werden – und wirft damit fundamentale Fragen nach den Machtverhältnissen in unserer Gesellschaft auf.
In ihrem Buchdebüt versammelt Katja Brunner nun zwei ihrer Stücke, die in Rhythmus und Sound Spoken Word im wahrsten Sinne sind: Geister sind auch nur Menschen und Ändere den Aggregatzustand deiner Trauer. Die Sprechtexte sezieren die Zustände, welche Sterben und Verlust begleiten. Schrille Klagen und zuweilen leise Lieder gegen das Vergessen zeugen von der Suche nach einer neuen Sprache des Abschieds.

 

„Die schönste Nahkampfliteratur Europas.“ (Juan S. Guse)

 

 

 



Katja Brunner

Katja Brunner, geboren 1991 in Zürich, studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste sowie Angewandte Theaterwissenschaft an der Universität Giessen. Ihre Theatertexte wurden mehrfach ausgezeichnet, in diverse Sprachen übersetzt und an zahlreichen Bühnen der Welt gespielt; ihr zweitjüngstes Werk "Die Kunst der Wunde" wurde für den Mülheimer Dramatikpreis 2023 nominiert, den ihr Werk "von den beinen zu kurz" 2013 verliehen bekam. Es verbindet sie eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Musikerinnen, mit welchen sie in diversen Kontexten der Literaturlandschaft auftritt. Ihr erstes Buch "Geister sind auch nur Menschen" wurde 2022 mit dem Terra nova Preis der Schillerstiftung ausgezeichnet.


Bild: Anne Morgenstern

Presse

Republik, 6. Dezember 2021

Mit dem Grotesken, dem tiefgründig Absurden lehnt sich Katja Brunner auf gegen den Schrecken, aber auch gegen das routiniert Teilnahms­lose. Die rituelle Erstarrung aufbrechen, das Phrasenhafte zum Teufel jagen. (…) Die Mittel: anarchischer Wortwitz, Entmystifizierung, empathische Schonungs­losigkeit.

Ann Cotten im Nachwort

Das Tempo des Denkens, der Vorstellung ist gleichsam schnell in einer langsamen Welt. Zitierte Sätze haben den Raum, in Ruhe zu erklingen. Dier Leserni befindet sich in einer übersichtlichen Weite, wie auf Wiesen von Minecraft, nicht wie in einem Theatersaal. Der Dialog klingt scharf und weich, konzentriert, wie mit einem hochqualitativen Mikro aufgenommen.

Agenda

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