i bi nöm bi öich

Frank Martin

i bi nöm bi öich

Gedichte
edition spoken script 32
Der gesunde Menschenversand, 2019
Klappenbroschur, 184 Seiten
978-3-03853-093-0

25,00 CHF

Lesen lernen, ein richtiges Abenteuer. Martin Frank hat es uns schon mit „ter fögi ische souhung“ (1979) und „La Mort de Chevrolet“ (1984) erleben lassen, jetzt schafft er das wieder in „i bi nöm bi öich“.

Die vier Gedichte stammen aus unterschiedlichen Phasen seines Schaffens, doch gemeinsam ist ihnen das Aufsprengen jeder konventionellen Schreibweise der Mundart. Franks Notation des Gesprochenen macht auf dessen Lautform aufmerksam, jenseits aller Festlegungen der Grammatik, und verleiht seinen Texten eine besondere Poesie.

Unkonventionell sind diese nicht nur durch ihre Form, sondern auch und vor allem durch die Figuren, die in ihnen sprechen: Ein um seinen Freund trauernder Mitläufer der „bewegig“ (ä schöne buep seit adjö), ein Animal Liberation Front Autostopper mit seinem kranken Hund (lobo), ein sich trotzig ausgrenzender, ausgegrenzter Computer-Freak, der Sex sucht und Zuwendung entdeckt (guaboi), und schliesslich ein Aargauer Gerichtspräsident, dem in seinen letzten Tagen aufgeht, was leben heisst (mläder maasi fater).



Frank Martin

Geboren 1950, aufgewachsen in Bern und Zürich. Ab 1970 Reisen in Süd- und Nordindien, wo er Hindi, Urdu und Tamil lernte. Sein Bestseller "ter fögi ische souhung", der erste schweizerdeutsche schwule Roman, wurde von Marcel Gisler verfilmt (Schweizer Filmpreis 1999). Die Erzählungen "Blinde Brüder" erhielten 2001 den Buchpreis der Stadt Bern. Martin Frank schreibt Schweizerdeutsch, Deutsch und Englisch. Letzte Veröffentlichung: "Aruns Geschichte" (Roman).

Bild: Ayse Yavas


www.martinfrank.ch

Presse

Bücher am Sonntag, 26. Mai 2019

Franks Texte handeln von Menschen, die nicht mehr an die „konwenzjonelli wäut“ glauben. (…) Er hat ein feines Gespür für Menschen und deren Gefühlswelten, denen er mit seiner Sprache eine eigene From und Textur verleiht.

Literarischer Monat, 1. Oktober 2019

Hier schreibt einer, der niemandem etwas beweisen will, der nichts mit Zeitgeist am Hut hat – und genau dadurch einer der interessantesten Schweizer Autoren ist. Martin Frank ist Punk, voll auf die zwölf, mitten in die Fresse – aber mit den Nuancen eines Kammerorchesters.

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