Glanz und Schatten

Michael Fehr

Glanz und Schatten

Erzählungen
Der gesunde Menschenversand, 2017
Taschenbuch, 144 Seiten
978-3-03853-039-8

25,00 CHF

Nach der Kriminalgeschichte „Simeliberg“ kommen Michael Fehrs Texte diesmal „im Schwarm“: In 18 Erzählungen führt der Autor virtuos vor, welch überwältigende Sprach- und Klangbilder eine Literatur hervorbringen kann, die kompositorische Prinzipien wie Repetition und Variation in unterschiedlicher Strenge anwendet.

Im Zentrum der Erzählungen stehen Menschen, Tiere, Orte und Gegenstände, die eine Metamorphose erfahren. Ihrem Charakter, ihrem Bewusstsein, ihren Beziehungen oder ihrer physischen Gestalt widerfahren existenzielle Wandel: Ein Rebhuhn wird nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen, eine wilde Studentin fantasiert ihr zukünftiges Leben zwischen Ekstase und Ruhe, der Teufel langweilt sich auf der Welt. Ein Mann kämpft mit einem Mückenschwarm, ein Mann und eine Frau kümmern sich in ihrem Häuslein um nichts und niemand, oder der Architekt des Turmes zu Babel sieht seinen Traum in sich zusammenfallen.

Immer zeigt sich in Fehrs Sprachwerken im Handfesten das Filigrane, im Zarten das Gewaltige, im Schatten der Glanz – und selten ist man sich sicher, was Schein ist, was Sein.



Michael Fehr

Geboren 1982, aufgewachsen in Muri bei Bern. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut und am Y Institut der Hochschule der Künste Bern. 2014 gewann Fehr mit einem Auszug aus "Simeliberg" den Kelag-Preis und den Preis der Automatischen Literaturkritik in Klagenfurt.

Bild: Franco Tettamanti


www.michaelfehr.ch

Presse

NZZ am Sonntag, 12. März 2017

Michael Fehr hat bewiesen, dass er einen ganz eigenen Weg verfolgt, ohne nach links und rechts zu schauen, und dass seine rhythmisch aufgeladene Prosa Musikalität mit Dringlichkeit verbindet. Opus 3 bestätigt: Ecce poeta!

Neue Zürcher Zeitung, 31. März 2017

Michael Fehr setzt die Ding- und Sprachmomente neu zusammen, wiederholt und verwandelt sie. Kein Wunder, dass hier eine Katze zwischen Blättern „hervorsatzt“, interessiert sich Fehr doch nicht nur für die schnellen Bewegungen der Krallen und Zähne, sondern genauso für das Wirbeln der Sprache.

Berner Zeitung, 25. März 2017

Fehr nimmt einfache Worte, stellt die Worte wie Tonfolgen in den Raum, setzt sie zueinander in ein Spannungsverhältnis, wiederholt und variiert sie, inhaltlich und in ihrem Wortklang. So erschafft er eine Klangskulptur, die mit Spannung aufgeladen existenzielles menschliches Erleben wiedergibt.

Tages-Anzeiger/Der Bund, 31. März 2017

Der Berner Dichter Michael Fehr erweist sich einmal mehr als Meister pulsierender Sprachskulpturen.