Eine Kuh namens Manhattan

Hermann Rolf

Eine Kuh namens Manhattan

Sprechtexte
edition spoken script 33
Der gesunde Menschenversand, 2019
Klappenbroschur, 212 Seiten
978-3-03853-097-8

25,00 CHF

Ein Gemeindepräsident, der eine Mauer rund um die Schweiz bauen will, vergisst sein Navigationsgerät und fährt immer weiter in den Süden. Eine Frau wirft die Kaffeemaschine aus der Wohnung, weil sich in ihr nur schon beim Gedanken an das Wort „Caramelito“ eine existenzielle Krise anbahnt. Die Kühe heissen Manhattan, die Schafe Sarah Jessica. Und hin und wieder wünscht sich ein müder Büroangestellter, als Teppich wiedergeboren zu werden.

Mit einem untrüglichen Gespür für die absurden Abgründe unseres Daseins erzählt der Walliser Autor und Performer Rolf Hermann seine haarsträubenden Geschichten, treibt seine aberwitzigen Wortspiele und lässt immer wieder auch kurze Momente überraschender Zärtlichkeit aufblitzen. Als wäre die Welt ein grosses Wohnzimmer, in dem manchmal eine Milbe auf einen vergessenen Schokoriegel steigt und verwundert den Kopf schüttelt.

Und weil das Walliserdeutsche nicht in jedem Wohnzimmer aus den Lautsprechern dröhnt, erscheint das Buch im Zweikanalton: Uff Wallisärtiitsch und in der hochdeutschen Übersetzung von Ursina Greuel und Rolf Hermann.



Hermann Rolf

Geboren 1973 in Leuk, lebt heute als freier Schriftsteller in Biel/Bienne. Sein Studium verdiente er sich als Schafhirt im Simplongebiet. Er ist Mitglied der Mundart-Combo Die Gebirgspoeten und der Spoken-Rock-Formation Trio Chäslädeli. Sein Schaffen wurde verschiedentlich ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kulturpreis der Stadt Biel (2017) und einem Literaturpreis des Kantons Bern (2019).


www.rolfhermann.ch

Presse

Berner Zeitung, 15. Oktober 2019

Rolf Hermanns neue Spoken-Word-Sammlung «Eine Kuh namens Manhattan» schöpft mundartlich aus dem Vollen. Die Stimmungen in seinen Texten reichen von tiefer Melancholie («Där Troim va du Meijä», Peer-Gynt-Adaption) über zärtliche Zuneigung («Ode anä Gillu»/«Ode an eine Pfütze») bis zu blasphemischem Übermut (Unsärhärguntschtag»/«Fronleichnam»).

Literaturblatt, 9. Februar 2020

«Es geht mir vor allem auch darum, die Sprache zu belauschen und mit ihren Mitteln etwas heraufzubeschwören, das möglichst einzigartig ist, sei das nun eine Erzählung, ein Spoken-Word-Text, ein Gedicht oder sonst etwas.»

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