Das Ganze aber kürzer

Jens Nielsen

Das Ganze aber kürzer

Erzählte Texte
Der gesunde Menschenversand, 2012
Klappenbroschur, 192 Seiten
978-3-905825-39-8

25,00 CHF

„Mit Wortwitz und dramaturgischem Geschick, klug und feinnervig inszeniert er seine Moritaten des Alltags“: Was die NZZ über Jens Nielsens Buchdebüt schrieb, gilt auch für seinen zweiten Band in der „edition spoken script“. In drei grossen, komisch-absurden Erzähltexten gerät jeweils ein Mann auf Kollisionskurs mit einer Welt, in der er weder zurechtkommt noch ihr etwas entgegensetzen kann.

So beschliesst er trotzig, alleine eine Hochzeitsreise an die Niagarafälle zu unternehmen (Niagara) oder von einem Tag auf den anderen – absichtlich und polizeilich gemeldet – alles nur noch falsch zu machen (1 Tag lang alles falsch machen). Unterwegs in der Hauptstadt erfährt ein anderer Mann im medizinischen Institut, auf dem Bahnsteig und in der U-Bahn, wie schwierig es ist, mit dem Alltagstrott und den Mitmenschen Schritt zu halten (Die Uhr im Bauch). So alltäglich die Ausgangsituationen auch sein mögen – es kommt in Jens Nielsens Geschichten zum grossen Lesevergnügen immer anders, als man denkt.



Jens Nielsen

Geboren 1966 in Aarau. Nielsen lebt als Autor, Sprecher und Schauspieler in Zürich. Zusammen mit Aglaja Veteranyi bildete Nielsen die Theatergruppe «Die Engelmaschine». Seit 2001 wurden zahlreiche seiner dramatischen Werke auf Bühnen gespielt und im Radio gesendet.

Bild: Christian Lanz


www.jens-nielsen.ch

Presse

Der Bund, 22. März 2012

Jens Nielsen ist der Autor, der einen in seinen Sprachstücken immer wieder an den Punkt führt, an dem sich Komik und Tragik Auge in Auge stehen, wo die Seltsamkeit amüsant Funken schlägt und das Lachen sich mit Verzweiflung mischt. … Wie passend ist daher der Buchtitel: Nielsen ist ein Meister darin, das Wesentliche auf poetisches Taschenformat zu schrumpfen.

Neue Luzerner Zeitung, 1. April 2012

Nielsens Helden sind Antihelden, die unentwegt beobachten, über Absurditäten stolpern, die Bedeutung von Wörtern, Sätzen und Vorgängen untergraben, scheinbar Alltägliches missverstehen oder zumindest nicht für selbstverständlich halten.

Neue Zürcher Zeitung, 2. August 2012

Traurige Träumer, rührige Rebellen und fröhliche Versager: Das und vieles mehr sind die Helden in Jens Nielsens neuen Erzählungen, die aus den Bühnenprogrammen des Zürcher Theaterschaffenden hervorgegangen sind. Anders als in seinem 2009 erschienenen Buch „Alles wird wie niemand will“ gewinnen diese Texte ihren anarchischen Witz und ihre trotzige Melancholie weniger aus der poetischen Verdichtung als vielmehr aus einem pointierten szenischen Gestus.

kulturtipp, 27. Juni 2012

Typisch Nielsen: Raffiniert, komisch, absurd.

Agenda